Verfasst von: iza1988 | August 20, 2007

Anshu Jain

Wer kennt schon Anshu Jain? Die breite Öffentlichkeit sicher nicht und dabei ist dieser Mann der am besten bezahlte Angestellte eines deutschen Untenehmens. In guten Jahren verdient er mehr als 100 Millionen Euro!!!

Mr Jain ist gerade mal 44 Jahre alt, Brite mit indischen Wurzeln und einer der Top-Investment-Banker der Deutschen Bank. Praktischerweise wohnt er auch gleich in London, wo die steuerlichen Rahmenbedingungen ihm sehr entgegen kommen. Besonders viele Abgaben sind dort nämlich nicht fällig, was bei seiner bescheidenen Entlohnung auch sehr vernünftig ist. Zahlen sind aber nur schwer zu ermitteln, denn Jains Gehalt gilt als das am besten gehütete Geheimnis der Deutschen Bank.

Everybodys Darling Josef Ackermann verdient regelmäßig zwischen zehn und zwanzig Millionen. Mit seinem Eingangsstatement im Mannesmann-Prozess wurde deutlich, dass er das selbst nicht so genau weiß. Es ist durchaus möglich, dass er damit noch nicht mal zu den Top Ten der Spitzenverdiener der Deutschen Bank gehört. Diese dürften alle im Investment-Banking in London und New York zu finden sein, aus welchem ja auch Ackermann kommt. Jain verdient wohl ein Vielfaches von Ackermann. In schlechten jahren das doppelte, üblicherweise aber mehr. In einem Faz-Artikel von 2004 wird sein Salär auf mehr als 100 Millionen Euro geschätzt, also ungefähr das Zehnfache vom obersten Boss und das Vierfache des gesamten Konzernvorstands.

Laut FAZ ist Jain aber fleißig am Deutsch lernen, was bedeuten würde, dass er vielleicht Ambitionen hegt, seine Karriere in Frankfurt fortzusetzen. Zu finanziellen Einschnitten ist er also bereit. Die Frage ist nur, ob er es so weit kommen lässt. Bei Eintritt in den Vorstand müsste die Bank nämlich jedes Jahr sein Gehalt veröffentlichen und ob dass den formalen Aufstieg in der Hierarchie wirklich rechtfertigt? Denn auch als Investment-Banker war er ja nicht ganz ohne Einfluss. So wurde er auf einer London-Reise des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch bereits von diesem besucht und über seine Meinung zum Thema „Wie Deutsch ist die Deutsche Bank eigentlich noch?“ befragt.

Heute zieht er also Macht und Ansehen aus dem vielen Geld, dass er und seine überwiegend angelsächsischen Kollegen erwirtschaften. Der Aufstieg innerhalb der Hierarchie scheint daher fast verzichtbar…

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