Verfasst von: iza1988 | Oktober 15, 2007

Radiohead – In Rainbows

bisher höre ich zwar kein Radiohead, aber die gruppe bietet jetzt ihr album „in rainbows“ zum download an. das gute daran: der kunde bestimmt den preis. auch gar nichts zu zahlen ist möglich.

im schnitt bezahlen die nutzer wohl 5,80€ und einige sogar um die 40€. grund für die zahlungsbereitschaft ist das wissen, dass der erlös direkt an die band geht und kein plattenkonzern mitkassiert. lediglich ein drittel bezahlt nichts.

dieser nette kleine (und auch riskante) versuch zeigt zumindest, dass die kunden grundsätzlich bereit sind, für musik zu zahlen. meiner ansicht nach werden so sogar leute angelockt, die sich (wie ich) sonst nie mit der musik beschäftigt hätten. ist zumindest mal eine neue idee, die sich sehr wohlwollend von diesen unsinnigen kampagnen abhebt, mit denen illegale downloads verhindert werden sollen und die am ende doch nur die ehrlichen zahler erreichen und verärgern.

hier der link zum download:

In Rainbows

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Responses

  1. find ich ne lustige aktion
    problem ist ja dass es quasi kein unrechtsbewusstsein beim illegalen download gibt…
    und bei dem scheiss den manche künstler ernsthaft verkaufen wollen is das auch kein wunder…
    ich kaufe mir mittlerweile fast wieder alles ganz altmodisch im plattenladen und unterstütze die gruppen die ich für unterstützenswert halte
    für gute musik ist denke ich auch fast jeder bereit zu zahlen
    aber nen lustiges projekt von radiohead, dass sich aber in anderen dimensionen auch fortsetzt
    prince( falls man den noch kennt) hat seine neue cd in nem musikmagazin beigelegt…
    der hat zwar ohnehin kohle ohne ende aber das meiste geld verdient er durch die auftritte
    denke es wird noch ne menge derartiger entwicklungen geben
    mögliche schattenseiten: konzertpreise steigen!!!???

  2. Nun ja, glaube nicht das diese Aktion für Radiohead riskant ist bzw war. Die Jungs sind glaube ich schon lange genug dabei um sowas zu machen, da geht’s nicht um Kohlen sondern mehr um PR.

    Viele Künstler schlagen neue Wege ein, leider können das nur die „Großen“. Aber ich denke im Bereich legale Downloads ist noch einiges Potenzial, wird auch die CD immer mehr verdrengen.

    wird sich zeigen.

  3. Ist ne lustige Aktion, wäre für mich als Sammler von richtigen CDs mit Booklets und so aber nichts, höchstens zum Reinhören.

    Aber irgendwie würden die es schaffen (wenn ich es denn runterladen wollen würde), dass ich ein schlechtes Gewissen bekäme, wenn ichs gratis machte. Ist auf jeden Fall witzig. 🙂

  4. Die CD kommt im Dezember in die Läden, also kannst sie dir da auch kaufen. Da gehts um PR, das Album hat sich so schnell wie kein anderes verbreitet.

  5. Dann find ich die Strategie super – erstmal möglichst vielen Leuten Zugang bieten, auf die eigene Qualität setzen und dann hoffen, dass man Leute gewonnen hat, die die CD auch kaufen werden – die Fans machen das sicher so oder so.

  6. @derdurchdietuergeher: das mit dem unrechtsbewusstsein wundert mich auch nicht. es mangelt ja nicht nur an der qualität, sondern vor allem auch am preis und der ist meistens mehr als unverschämt.
    und für gute musik bezahle sogar ich 🙂 gerade erst für die neue von r.e.m.
    hat mich 20€ gekostet aber ich hab nicht das gefühl, zu viel gezahlt zu haben. die musik isses einfach wert.
    prince kenne ich auch noch. allerdings nur unter dem namen tafkap. davon ist er ja zum glück wieder abgekommen.
    die konzertpreise sind kurz gesagt ne frechheit. der gipfel war gerade streisand in der waldbühne. die billigste karte für 125€ und die teuerste 550€. ihr konzert in italien wurde deswegen sogar abgesagt und sinnigerweise zu den geldsäcken in die schweiz verlegt…
    aber auch hier gilt, dass niemand gezwungen wird, solche mondpreise zu bezahlen.

    @markus: der pr-effekt ist sicher nicht zu unterschätzen. wenn alle denselben weg gehen, wird sich aber zeigen, ob sich so eine aktion noch lohnt. und vor allem, ob noch leute für etwas bezahlen, was ein großer teil der nutzer sich ohne skrupel kostenlos runterlädt. radiohead hat damit sicher einen (vorsicht bwler deutsch) first-mover-advantage genutzt und publikum angesprochen, dass sonst keinen kontakt zur gruppe hätte.

    @konna: in dem punkt ticken wir ähnlich. es geht nichts über die cd mit schönem booklet in der hand. ist nur leider so teuer.


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